Hun bi xêr hatin!         

Ich verachte den Feigen Mordanschlag an wehrlose Menschen 

   

Welche Seite möchten sie besuchen?

 

»www.denwan.de

 

(Ausführliche Informationen über die êzîden und die ezidische Religion. Schriftprache ist deutsch und Kurdisch)

oder

»www.gunde.denwan.de

(Hier finden Sie Informationen über und Fotos  und von dem Dorf Denwan im Südosten Türkei. Schriftsprache ist kurdisch)


   

 

Abschiebungen nach Syrien

 

Am Montag, den 7. Februar 2011 demonstrierten in Hildesheim rund 300 Menschen für die Rückkehr einer in der vergangenen Woche abgeschobenen kurdisch-yezidischen Flüchtlingsfamilie. Der 62- jährige Vater Badir Naso und sein 15-jähriger Sohn Anuar wurden am 1. Februar 2011 überfallartig nach Syrien abgeschoben. Die vierköpfige Familie wurde am Morgen in ihrer Wohnung in Giesen bei Hildesheim von einer mit Hunden begleiteten Polizeistaffel aufgesucht. Daraufhin erlitt die Mutter einen Schwächeanfall und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die Polizei führte die beiden männlichen Familienmitglieder ab und ließ sie noch am selben Tag gegen 16 Uhr nach Syrien ausfliegen. Zurück ließen sie die 18-jährige Tochter Schanas. Bisher gibt es keinerlei Informationen über den derzeitigen Aufenthaltsort der beiden Abgeschobenen.

Mehr lesen unter:

http://gfbvberlin.wordpress.com/2011/02/11/stopp-zu-abschiebungen/#more-6725

 

Beste Grüße

Kamal Sido

 

--

>>>>>>>>>>>>> Für Menschenrechte. Weltweit. <<<<<<<<<<<<<<<

Gesellschaft für bedrohte Völker / Society for Threatened Peoples P.O. Box 20 24 - D-37010 Göttingen/Germany Nahostreferat/ Middle East Desk Dr. Kamal Sido - Tel: +49 (0) 551 49906-18 - Fax: +49 (0) 551 58028

E-Mail: nahost@gfbv.de - www.gfbv.de

GfbV Berlin – der Blog:

http://gfbvberlin.wordpress.com/

 

***


Morgengabe in Hamm

Experte: Hans-Otto Burschel

Direktor des Amtsgerichts

19.01.2011, 08:00 Uhr

Unter anderem bei Beck-aktuell findet sich folgende Pressemitteilung des OLG Hamm:

Eine im Rahmen einer Eheschließung von Angehörigen yezidischen Glaubens getroffene Brautgeldabrede, die eine Geldzahlung als Voraussetzung für die Eheschließung vorsieht, ist nach § 138 Abs. 1 BGB sittenwidrig und damit nichtig, weil sie die Freiheit der Eheschließung und die Menschenwürde verletzt. Das hat das Oberlandesgericht Hamm mit Urteil vom 13.01.2011 entschieden und die gegen den Vater der Braut gerichtete Klage der Familie des Bräutigams abgewiesen, die nachdem die Ehe nach kurzer Zeit gescheitert war, das nach yezidischem Glauben übliche sogenannte «Brautgeld» zurückverlangt hatte (Az.: I-18 U 88/10).

Weiter können Sie hier lesen>>>>>


Österreich und Italien fordern genaue Berichte über Verfolgung von Glaubensgemeinschaften.

Brüssel/Go. Die Außenminister von Österreich und Italien fordern Catherine Ashton, die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, zur Erstellung von Datenbanken und jährlichen Berichten über die Verfolgung religiöser Minderheiten auf. In ihrem Schreiben, das der „Presse“ vorliegt, weisen Michael Spindelegger und Franco Frattini darauf hin, dass „religiöse Minderheiten eine der verletzlichsten Gruppen weltweit geworden sind“. Auch beim Treffen der EU-Außenminister am Montag wurde das Thema besprochen. Mehr zu lesen hier...>>>>


 
 
 
 

GROßENKNETEN, 8. Dezember 2010

 

 

Wenn Deutsch zur Herzenssache wird

Integration Klinik lehnt wegen Sprachproblemen Operation eines Flüchtlings ab –

Anwalt reicht Klage ein

Bild

Am offenen Herzen: Chirurgen bei der Arbeit im Operationssaal BILD: dpa  

Die Erfolgsaussichten der Operation seien wegen der Verständigungsprobleme gering, schreibt die Klinik. Der Anwalt des Herzkranken hält das für Diskriminierung.

von Karsten Krogmann

Großenkneten - Zwei Männer, beide sind Kurden, beide gehören der Religionsgemeinschaft der Jesiden an. Der eine Mann wuchs in Batman (Türkei) auf, der andere im 250 Kilometer entfernten Mosul (Irak). Das Schicksal verschlug sie beide ins Oldenburger Land – aber angekommen sind sie in unterschiedlichen Welten. Mehr zu lesen ....>>>

 


PRESSEMITTEILUNG                                                                                 Göttingen, 18.10.2010  

 

Bundespräsident Wulff besucht Türkei (18.10.2010) – Prozess gegen 151 kurdische Politiker beginnt Wulff soll „schwindende Hoffnung auf friedliche Lösung der Kurdenfrage“ in der Türkei wiederbeleben

 

Bundespräsident Christian Wulff soll während seines Staatsbesuches in der Türkei am heutigen Montag öffentlich spürbare Fortschritte bei der Durchsetzung der Rechte der Kurden einfordern und so die schwindenden Hoffnungen auf eine friedliche Lösung der Kurdenfrage wiederbeleben.

Darum hat der Präsident der Gesellschaft für bedrohte Völker International (GfbV), Tilman Zülch, den Bundespräsidenten in einem Schreiben gebeten.

 

„Ausgerechnet am Tag Ihrer Ankunft beginnt der Prozess gegen 151 der mehr als 1600 kurdischen Politiker und Bürgerrechtler, die seit den Kommunalwahlen im Frühjahr 2009 inhaftiert wurden. Diesen wurde vorgeworfen, sie hätten angeblich in Verlautbarungen, Interviews und mit sonstiger Betätigung die illegale PKK unterstützt“, hieß es in dem Schreiben. „Doch diese Angeklagten haben sich meist nur bei den Wahlen für kurdische Parteien engagiert und treten im übrigen überwiegend für Rechtsstaatlichkeit und Gleichberechtigung der 15 Millionen Kurden ein.

Bitte versichern Sie dieser unterdrückten Minderheit, dass Deutschland sich für ihre Rechte einsetzt und weisen Sie darauf hin, dass nicht nur der Islam, sondern auch die 800.000 Menschen kurdischer Abstammung in Deutschland zu unserem Land gehören.“

 

Die Zugeständnisse, die die türkische Regierung der kurdischen Bevölkerung in jüngster Zeit mit der Zulassung kurdischsprachiger

Fernseh- und Radiosendungen gemacht hat, seien nur ein allererster Schritt in Richtung Minderheitenrechte. Es sei auch unerträglich, dass die über 4.000 während des türkisch-kurdischen Krieges zerstörten Dörfer bis heute nicht wiederaufgebaut und den kurdischen Flüchtlingen somit jede Rückkehrmöglichkeit verwehrt bleibe.

 

Zülch erinnerte den Bundespräsidenten daran, dass Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan im Februar 2008 bei seinem Besuch in Köln großes Aufsehen erregte, als er den deutschen Türken zurief: „Assimilation ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit“. Weiter forderte Erdogan türkische Schulen und Gymnasien in der Bundesrepublik für die hier erst seit 40 Jahren ansässige türkische Minderheit. Die Kurden der Türkei aber, bereits seit zwei Jahrtausenden im heutigen Südostanatolien ansässig, verfügen bis heute nicht über eine einzige kurdischsprachige Schule. Wenn ein islamischer, der Bundesrepublik eng verbundener und durch die NATO verbündeter Staat es sich leiste, 6500 politische Gefangene der kurdischen Minderheit, unter ihnen 1200 Jugendliche, überwiegend bereits seit 20 Jahren gefangen halte, sei ein offenes Wort des deutschen Staatsoberhauptes gefragt. Schließlich müssten die türkischen Behörden endlich anfangen, das Schicksal von 17.000 Zivilisten zu klären, die als Schriftsteller, Journalisten, Anwälte, als jugendliche Flugblattverteiler oder als Spender für die PKK zwischen

1984 und 2000 verschwunden waren. In dieser Zahl sind die etwa 42.000 Opfer der kriegerischen Auseinandersetzungen nicht einbezogen.

 

Für Nachfragen ist Tilman Zülch erreichbar unter Tel.-Nr. 0151.153 09 888.

 

 >>>>>>>>>>>>> Für Menschenrechte. Weltweit. <<<<<<<<<<<<<<< Gesellschaft für bedrohte Völker / Society for Threatened Peoples P.O. Box 20 24 - D-37010 Göttingen/Germany Nahostreferat/ Middle East Desk Dr. Kamal Sido - Tel: +49 (0) 551 49906-18 - Fax: +49 (0) 551 58028

E-Mail: nahost@gfbv.de - www.gfbv.de

GfbV Berlin – der Blog:

http://gfbvberlin.wordpress.com/

 

***


 

Am 28. Juli 2010 musste der international renommierte türkische Soziologe und Buchautor Ismail Besikci in Istanbul vor der 11.

Strafkammer für besonders schwere Verbrechen verantworten. Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) bezeichnete dies als "skandalösen Versuch, eine kritische Stimme für die Kurden zum Schweigen zu bringen".

Dem Kurden-Experten wird vorgeworfen, für die verbotene kurdische Arbeiterpartei (PKK) Propaganda betrieben zu haben. Die Staatsanwaltschaft fordert eine Haftstrafe von insgesamt achteinhalb Jahren.

 

http://www.gfbv.de/pressemit.php?id=2330&stayInsideTree=1&backlink=land.php?id=45

<http://www.gfbv.de/pressemit.php?id=2330&stayInsideTree=1&backlink=land.php?id=45>  

 

Im folgenden veröffentlichen wir die Rede von Ismail Besikci vor dem

Gericht:

 

[Ehrenwerte Richter,

 

Ich werde aufgrund meines Artikels ,,Das Selbstbestimmungsrecht der Nationen und die Kurden" der in der Zeitschrift „Recht und Gesellschaft in Unserem Zeitalter" (Winter 2010, 59/6) abgedruckt worden ist, angeklagt.

 

In der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft wird folgende Aussage getroffen : „der Verfasser des Artikels, Ismail Besikci, konnte aufgrund der Tatsache, dass er in Ankara wohnhaft ist, nicht die Verteidigung abgenommen werden, da seine Handlung einer kurzen Verjährungsfrist unterliegt. Es ist klar geworden, dass trotz der fehlenden Verteidigungsschrift die öffentliche Anklage gegen ihn erhoben werden muss.” (S.2)

 

Die Anklageschrift habe ich am 15.06.2010 erhalten. In der Milliyet vom gleichen Tag war folgender Artikel zu lesen. „Flüchtige Uzan´s sind dem Gefängnis entgangen. Die Anklage gegen die flüchtigen Brüder Kemal Uzan und Yavuz Uzan, die wegen Vergehens gegen das Steuerrecht angeklagt waren, wurde aufgrund des Ablaufens der Verjährungsfrist fallen gelassen.

Drei Angeklagte im gleichen Prozess wurden zu 4,5 Jahren Gefängnis verurteilt.”

 

Wenn von den Uzan´s die Rede ist, ist das erste was einem in den Sinn kommt, die Veruntreuung von Geldern die den Staat um Trillionen (TL) geschädigt haben, sowie Veruntreuungen im Bankensektor. Aber in dieser Angelegenheit zeigen der Staat, sowie die Justizorgane keine Sensibilität. Wenn es aber um das geistige Leben geht, wenn z.B. eine Kritik in Frage kommt, ist eine enorme Sensibilität vorhanden. Es gibt immense Bestrebungen das Denken unter Kontrolle zu halten. Dies ist eine wichtige Dimension des Türkischen Rechtlebens, sowie des Türkischen Politischen Lebens.

  

Das Antiterrorgesetz Nr. 3713 vom 12.04.1991 hatte den Artikel 8, der alle Aussagen und Veröffentlichungen in Bezug mit den Kurden, mit der Kurdischen Problematik unter Strafe stellte. Ein Propaganda-Vergehen.

Dieser Artikel wurde am 15.07.2003, mit dem Gesetz Nr. 4928 abgeschafft.

Aber die Anklageschrift zeigt, dass dieser Artikel immer noch in Kraft ist.

 

Ich möchte kurz auf die möglichen Strafen in der Vergangenheit blicken, die in Relation mit Aussagen über die Kurden und über die Kurdische Frage Anwendung fanden.

 

Bis in die 1990er Jahre fanden gegen solche Aussagen die Paragraphen

141-142 des damaligen Türkischen Strafgesetzbuches Anwendung. Autoren, Journalisten, die über die Kurden, die kurdische Sprache sprachen, sahen sich mit der Behauptung, sie würden die nationalen Gefühle abschwächen, administrativen und strafrechtlichen Konsequenzen ausgesetzt.

Der 8. Artikel sowie die Paragraphen 141-142 des obengenannten Antiterrorgesetzes Nr. 3713 wurden außer Kraft gesetzt. Aber dieses Gesetz, mit dem 8. Artikel, hat alle Veröffentlichungen im Zusammenhang mit den Kurden, Kurdistan und Kurdisch als eine Straftat bewertet und hat dergleichen strafrechtlich verfolgt. In den 1990er Jahren kam dieser Paragraph verstärkt zur Anwendung.

Der 8. Artikel, von dem die Rede ist, wurde 2003 durch das Gesetz Nr.

4928 außer Kraft gesetzt. Nun aber sehen sich diese Art von Veröffentlichungen durch den Artikel 7/2 des Antiterrorgesetzes neuen Ermittlungen ausgesetzt.

 

Ehrenwerte Richter,

Die Kurdische Frage ist ein wichtiges Problem, das mit der Gesellschaft, der Politik, dem Ökonomische Leben, sowie mit der Sicherheit der Türkei im engen Zusammenhang steht. Sie steht dieser Art von Problemen in erster Linie vor. Diese Situation kommt auch in manchen Erklärungen von Ministerpräsidenten zur Aussprache. Im Oktober 1991 erklärte der damalige Ministerpräsident Süleyman Demirel,  das man die “Kurdische Realität” anerkenne. Aber aufgrund von Kritiken und Warnungen des herrschenden Establishment

 

<http://www.mydictionary.dyndns.org/dictionary/tr_de/de/translation/index.jsp?input=Establishment&trans_direction=21&res_mode=10>,

 

hat dieser nicht hinter seiner Aussage gestanden und hat nicht die Notwendigkeiten, die aus solch einer Aussage resultieren, erfüllt.

 

Mitte der 90er Jahre hat die damalige Ministerpräsidentin Tansu Ciller auf ihrer Spanien-Reise vom Baskischen Modell gesprochen, aber aufgrund von Warnungen aus Kreisen des Establishment, erklärte sie, sie sei falsch verstanden worden. Später hat Mesut Yilmaz, der den Posten des Ministerpräsidenten besetzte, erklärt, das der Weg in die EU über Diyarbakir führe, aber auch er stand nach Kritiken und Warnungen nicht zu seinem Wort und hat keine konkreten Schritte im Zusammenhang mit seiner Aussage vollzogen.

 

Heute nennt Präsident Abdullah Gül „ die Kurdische Problematik als das wichtigste Problem der Türkei“. Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan trifft gleich klingende Aussagen und verkündet den „verleugnerischen Politiken den Weg abgeschnitten“ zu haben.

 

Es ist ein wichtiges Phänomen des Türkischen Politischen Lebens, das Ministerpräsidenten von Zeit zur Zeit kurze Statements in Bezug auf die Kurdische Problematik abgeben, durch aufkommende Kritiken und Ermahnungen sich aber von ihren Aussagen distanzieren und damit nicht hinter ihrem Wort stehen.

 

Gegenwärtig finden in der türkischen Presse intensive Diskussionen um die Lösung der  kurdischen Frage statt. Es ist möglich in Zeitungen, im Fernsehen, im Internet, sowie im Radio diese Diskussionen zu verfolgen.

Wogegen es viel wichtiger ist, das Problem als solches zu besprechen.

Genau hier tritt uns die Meinungsfreiheit als eine wichtige Notwendigkeit entgegen. Die Erweiterung der Meinungsfreiheit muss ein wichtiges Ausmaß der „Kurdischen Öffnung“ sein. In diesem Punkt  ist es eine unvermeidbare Aufgabe, das Türkische Politische Leben aus der Sicht der Kurdischen Frage zu kritisieren. In diesem Punkt muss die Internationale Gemeinschaft kritisiert werden, z.B. der Völkerbund, sowie später die Vereinten Nationen. Der in der Zeitschrift „Recht und Gesellschaft in Unserem Zeitalter" erschienene Artikel, der Hauptgegenstand der Anklage ist, muss im Rahmen dieses Verständnisses bewertet werden.

 

Die Türkei versucht im Nahen Osten, im Kaukasus, auf dem Balkan zur einer regionalen Macht zu avancieren. Der Versuch, in Bosnien-Herzegowina oder im Armenisch-Aserbaidschanischen Konflikt Mitspracherecht zu bekommen und der Aufbau der  Beziehungen zur Hamas im Gazastreifen stehen im Zusammenhang damit. Bevor es aber in der Kurdischen Frage nicht zur einer demokratischen Entwicklung kommt, sind diese Absichten und Bestrebungen der Türkei nicht realisierbar. Andere Häuser in Ordnung bringen zu wollen, bevor man seine eigene Wohnung aufgeräumt hat, wird in der internationalen Gemeinschaft nur belächelt werden.

 

Ich möchte einige Sätze zu der Passage meines Artikels “Das Selbstbestimmungsrecht der Nationen und die Kurden” die in der Anklageschrift aufgeführt wird, äußern. Die Aufteilung, Zersplitterung der Kurden und Kurdistans ist die wichtigste Erscheinung in der Geschichte des Nahen Ostens. Im Zusammenhang mit diesen Themen sind die Universitäten, die Medien, und Schriftsteller diejenigen, die sich dazu äußern müssen, kurz gesagt die Türkischen Intellektuellen. Das die Staatsanwaltschaft in Verbindung mit diesen Themen ermittelt, kann nur als eine Verhinderung des Kritisierens und des wissenschaftlichen Schaffens betrachtet werden. Dies aber wird das Türkische Geistige Leben austrocknen, zur eine Wüste verwandeln und die Köpfe paralysieren. Das freie Denken, die freie Kritik ist das wichtigste Kriterium der Demokratie.

 

Hochachtungsvoll

 

Ismail Besikci ]

Quelle:

http://www.zazaki.net/haber/i.-besikcinin-mahmekeye-sundugu-savunma-metni-580.htm

 

Mit besten Grüßen

Kamal Sido

 

 >>>>>>>>>>>>> Für Menschenrechte. Weltweit. <<<<<<<<<<<<<<< Gesellschaft für bedrohte Völker / Society for Threatened Peoples P.O. Box 20 24 - D-37010 Göttingen/Germany Nahostreferat/ Middle East Desk Dr. Kamal Sido - Tel: +49 (0) 551 49906-18 - Fax: +49 (0) 551 58028

E-Mail: nahost@gfbv.de - www.gfbv.de

GfbV Berlin – der Blog:

http://gfbvberlin.wordpress.com/

 

***

Unsere JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG 2010 findet vom 08. bis 10. Oktober 2010 in Göttingen statt.

 

 


 

Sehr geehrte Damen und Herren,

Liebe Freundinnen und Freunde,

 

die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) lädt herzlich ein zu ihrer diesjährige Jahreshauptversammlung für den 8. bis 10. Oktober 2010 in Göttingen. Turnusgemäß werden Vorstandswahlen stattfinden. Außerdem soll es Arbeitsgruppen über aktuelle Brennpunkte unserer Menschenrechtsarbeit geben. Wir würden uns sehr freuen, Sie bei der Versammlung begrüßen zu dürfen! Ein detailliertes Programm finden Sie im Spätsommer auf unserer Homepage.

 

Mit besten Grüßen

 

Kamal Sido

 

 >>>>>>>>>>>>> Für Menschenrechte. Weltweit. <<<<<<<<<<<<<<< Gesellschaft für bedrohte Völker / Society for Threatened Peoples P.O. Box 20 24 - D-37010 Göttingen/Germany Nahostreferat/ Middle East Desk Dr. Kamal Sido - Tel: +49 (0) 551 49906-18 - Fax: +49 (0) 551 58028

E-Mail: nahost@gfbv.de - www.gfbv.de


GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER

PRESSEMITTEILUNG  Göttingen/Istanbul, den 4. Juni 2010 Menschenrechtsanwalt tot aufgefunden – kurdische Parlamentarier zusammengeschlagen: GfbV fordert internationale Untersuchung zur Aufklärung von Gewaltverbrechen in der Türkei Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) beobachtet mit großer Sorge die dramatische Gewalteskalation gegen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und der Kirche in der Türkei.

Nach aktuellen Informationen, die die GfbV soeben erreichten, wurde der türkische Jurist Hakan Karadag am heutigen Freitag tot in seiner Wohnung in Istanbul aufgefunden.

Karadag, war einer der Anwälte des am 19. Januar 2007 von türkischen Rassisten getöteten armenischen Journalisten Hrant Dink. Er hatte sich für die Aufklärung dieses Verbrechens engagiert und wurde von dem Dink's Mörder zweimal während der Gerichtsverhandlungen mit dem Tod bedroht.

„Unsere Menschenrechtsorganisation fordert, dass die Umstände des plötzlichen Todes von Karadag sowie der Mord an dem Vorsitzenden der türkischen Bischofskonferenz, Luigi Padovese, am vergangenen Donnerstag in Iskenderum von einer internationalen unabhängigen Kommission untersucht werden“, erklärte der GfbV-Bundesvorsitzende Tilman Zülch am Freitag in Göttingen. Auch das angebliche Geständnis, das der mutmaßliche Mörder des Bischofs türkischen Medien zufolge abgegeben haben soll, mache internationale Ermittlungen nicht überflüssig.

Ein ebenfalls Besorgnis erregender Vorfall ereignete sich am Donnerstag zudem in der Stadt Silopi an der Grenze zu Irakisch-Kurdistan. Dort haben türkische Sicherheitskräfte nach Informationen der GfbV die beiden ranghohen kurdischen Politiker Sevahir Bayindir und Hasip Kaplan brutal zusammengeschlagen und schwer verletzt. Frau Bayindir und Herr Kaplan sind Mitglieder der neu gegründeten prokurdischen Partei BDP und Abgeordnete des türkischen Parlaments. Sie hatten an einer friedlichen Demonstration gegen Aktionen der türkischen Armee teilgenommen.

„Obwohl die GfbV es begrüßt, dass sich der türkische Ministerpräsident Recep Tayip Erdogan für die Versorgung der Zivilbevölkerung des Gaza-Streifens einsetzt, sollte er sich dringend auch der dramatischen Menschenrechtssituation im eigenen Land zuwenden“, sagte Zülch. „Wir nehmen mit Besorgnis die sich häufenden Menschenrechtsverletzungen an Angehörigen ethnischer und religiöser Minderheiten und ihrer Unterstützer zur Kenntnis. Die Morde und Misshandlungen der letzten Tage müssen dringend aufgeklärt werden.“

 

Für Nachfragen ist der GfbV-Bundesvorsitzende Tilman Zülch erreichbar unter Tel. 0151 153 09 88 oder 0551 46274.

 

 >>>>>>>>>>>>> Für Menschenrechte. Weltweit. <<<<<<<<<<<<<<< Gesellschaft für bedrohte Völker / Society for Threatened Peoples P.O. Box 20 24 - D-37010 Göttingen/Germany Nahostreferat/ Middle East Desk Dr. Kamal Sido - Tel: +49 (0) 551 49906-18 - Fax: +49 (0) 551 58028

E-Mail: nahost@gfbv.de - www.gfbv.de

 


GFBV_Ezidak1

  

Liebe Freunde,

 

die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) sowie die Ezidische Akademie veranstalten zusammen am Sonntag, den 30.05.2010 um 13:00 Uhr in Hannover, in der Bürgerschule, Schaufelder Straße 30, eine Informationsveranstaltung über die aktuelle Situation der religiösen Minderheiten in der Türkei.

 

Diese Lehr- und Informationsveranstaltung wendet sich an alle, die Näheres über die aktuelle Situation der religiösen Minderheiten in der Türkei  erfahren wollen und ist offen für Jedermann.

 

 

Zeit: 30.05.2010 um 13:00 Uhr

Ort: Bürgerschule, Schaufelder Straße 30, Hannover

Referent: Kamal Sido

http://www.ezidak.de/

 

 

Liebe Grüße

Kamal Sido

 

 

 >>>>>>>>>>>>> Für Menschenrechte. Weltweit. <<<<<<<<<<<<<<< Gesellschaft für bedrohte Völker / Society for Threatened Peoples P.O. Box 20 24 - D-37010 Göttingen/Germany Nahostreferat/ Middle East Desk Dr. Kamal Sido - Tel: +49 (0) 551 49906-18 - Fax: +49 (0) 551 58028

E-Mail: nahost@gfbv.de - www.gfbv.de


 

GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER

PRESSEMITTEILUNG     

Göttingen, den 23.12.2009 

WEIHNACHTEN 2009 - Appell an die deutschen Innenminister:

Nicht länger mit den Schicksalen christlicher Flüchtlinge aus Syrien spielen!

Um den gesamten Text anzeigen hier klicken >>> (PDF)


GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER

PRESSEMITTEILUNG    Göttingen, den 09.11.2009 

Leider sind auch Muslime zum Völkermord fähig, Herr Erdogan! 

Die Behauptung des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan, Muslime könnten keinen Völkermord begehen, hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Montag als „absurd“ bezeichnet. Erdogan hatte es so gerechtfertigt, dass der mutmaßliche Massenmörder und sudanesische Präsident Omar al-Bashir in der Türkei willkommen sei. „Der türkische Ministerpräsident braucht sich nur die Geschichte seines eigenen Landes anzuschauen, um festzustellen, dass muslimische türkische Politiker 1915-1918 Genozid an bis zu 1,5 Millionen Armeniern und mehreren hunderttausend aramäischsprachigen Christen sowie Massenmord an hunderttausenden ostanatolischen Kurden sowie ionischen, thrakischen und pontischen Griechen verübten“, sagte der GfbV-Bundesvorsitzende Tilman Zülch in Göttingen.

Gesamten Text weiter als PDF- Datei lesen >>>>>>


Mîrê êzidiyan daxwaza penaberiyê ji Elmaniyayê kir

 Mecîd Heso & Lalis.de

 

Çavkaniyek bawerpêkirî da zanîn ku ji ber newekheviya siyasî û komelayetiya li herêma Kurdistanê divabera zorîne û hindikayîyên xelkê Kurdistanê de heyî, Mîrê êzidiyan Mîr Tehsîn Seid Beg daxwaza mafê penaberiyê ji hikûmeta Elman kiriye, heman çavkanî piştrast kir ku li roja pêncşem rêkeftî 22.10.2009, mîr Tehsîn bi alîkariya wergerekî kurd ku bi eslê xwe ji êzidiyên bakûrê kurdistanê ye li navenda rojavayê herêma Dortmonda Elmanî bi fermî serlêdana bidestve anîna mafê penaberiya siyasî pêşkêşî rayedarên Elman kiriye, ev nûçeye ji hêla penaberên Kurd yên heman kempê ve hat piştrast kirin

 

Keremken vê agahdariye berdewam bixwînin >>>PDF


Zum dritten Mal in sieben Wochen Abschiebung ins Gefängnis
Familie Cindo aus NRW wird nach ihrer Ankunft in Syrien verhaftet.
Innerhalb von sieben Wochen endet so zum dritten Mal eine Abschiebung nach Syrien im Gefängnis.
VON CHRISTIAN JAKOB

BREMEN taz | Donnerstag, 8. Oktober, 5 Uhr morgens. Polizisten kommen in das Asylbewerberheim Rote Mühle in Lübbecke bei
Bielefeld. Seit 2001 lebt hier die jesidische Familie Cindo. Die abgelehnten Asylbewerber, Angehörige einer kurdischen Volksgruppe,
werden nach Damaskus abgeschoben - und sitzen seitdem in Syrien im Gefängnis.
Laut Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) wurden die 55-jährige Witwe Sexa Cindo, ihre 22-jährige Tochter Fatima und drei Söhne im
Alter von 19 bis 21 am Flughafen verhaftet. Sie sollen in Deutschland an antisyrischen Demonstrationen teilgenommen haben. Das erfüllt laut GfbV den Tatbestand der "Beschädigung des Ansehens Syriens im Ausland".
Ganzen Artikelseite als PDF >>>


Konstanz

Syrische Kurden fürchten Abschiebung

 
Syrische Kurden sammeln Unterschriften gegen das Rücknahmeabkommen. Sie fürchten die Abschiebung.
Foto: Rindt

Konstanz (rin) 36 syrische Kurden in Konstanz bangen um ihre Zukunft, darunter 18 Kinder. Seit Deutschland ein Rücknahmeabkommen mit Syrien abgeschlossen hat, fürchten sie die Abschiebung in ein Land, das Araber bevorzug und Kurden entrechtet.

Ein Betroffener aus Konstanz berichtet aus dem Alltag in seinem Land: „Wenn zwei sich streiten auf der Straße, ein Araber und ein Kurde, dann wird, ohne zu fragen, dem Kurden die Schuld für die Auseinandersetzung zugeschrieben.“ Syrische Kurden in Konstanz sammeln nun Unterschriften gegen eine Abschiebung. Rund 900 Unterschriften haben sie nach eigenen Angaben schon bekommen.

Für die 7000 in Deutschland geduldeten Kurden setzen sich auch Pro Asyl, die Gesellschaft für bedrohte Völker und die Menschenrechtsorganisation Amnesty International ein. Sie warnen vor einer Umsetzung des Rücknahmeabkommens. Der Runde Tisch für Flüchtlinge informiert am Freitag, 2. Oktober, um 17.30 Uhr im Treffpunkt Petershausen über die dramatische Lage der syrischen Kurden. Als Fachreferent ist Kamal Sido geladen, Nahostexperte der Gesellschaft für bedrohte Völker.

 
Er bestätigt das unerbittliche Vorgehen Syriens gegen Kurden: Bei einer Volkszählung im Jahr 1962 habe es 120 000 Kurden sogar zu Staatenlosen erklärt. Ihnen sei die syrische Staatsangehörigkeit entzogen worden. Sie würden bis heute als „Ausländer“ behandelt und erhielten Sonderausweise. Andere Kurden bekämen gar keine Papiere. Rund 180 000 Menschen wurden zu „Nichtregistrierten“ erklärt, weil sie angeblich illegal in eine Provinz des Landes eingereist sein sollen. Nach Angaben der Gesellschaft für bedrohte Völker bekommen ihre Kinder keine Geburtsurkunden, vielen werde der Schulbesuch und der Zugang zur medizinischen Einrichtungen versperrt. Viele Kurden seien auch enteignet worden. „Kurden dürfen keine Grundstücke haben oder Häuser bauen. Kurden dürfen auch nicht studieren“, sagt der Betroffene aus Konstanz. Auch zu Wahlen würden Kurden nicht zugelassen. Er berichtet, er habe sich für eine kurdische Partei engagiert und sei deshalb verfolgt worden. Die Stellen, die in Deutschland über seinen Asylantrag entschieden, glaubten ihm nicht.

Jetzt lebt der Mann jeden Tag mit der Angst, abgeschoben zu werden und in einem syrischen Gefängnis zu landen. Er schildert was er und seine Landsleute in Konstanz derzeit erleben: Sie dürfen nicht mehr arbeiten. Die Genehmigungen dazu wurden ihnen entzogen. Ihre Duldungen werden nur noch um jeweils einen weiteren Monat verlängert. Zum Überleben bekommen sie vom Staat nur Sachmittel. Bei der Rückkehr nach Syrien droht dem „staatenlosen“ syrischen Kurden das Gefängnis. Denn auch die Ausreise war ihm gesetzlich verboten.


Walsroder Zeitung - 2009/08/24 - 22:12:55

Familie Atarov: Letzter Strohhalm zerbrochen?
Trotz Aussicht auf Ausbildungsplatz und Wohnung darf der älteste Sohn nicht wieder nach Deutschland einreisen
Sie leben in einem Zimmer bei einer anderen Familie, der Vater ist immer noch auf der Flucht seit er sich der Abschiebung in Deutschland entzogen hat, die Kinder dürfen nicht zur Schule gehen, eine Aussicht auf Arbeit gibt es für Yeziden in Armenien schon gar nicht. Was nützt da schon die gute Schulausbildung, die die Kinder in Bomlitz genossen haben? Und während die Unterstützergruppe wenigstens dafür kämpft, dass der älteste Sohn zurück nach Deutschland kommen darf, bangt Familie Atarov um ihr Leben – beim jüngsten Telefonat mit Sandra Schwolow in Bomlitz berichtete Oro Atarov von einer yezidischen Familie, die in der Nachbarschaft umgebracht wurde. Vater, Mutter, Kinder.

[Bomlitz.] Es ist fast auf den Tag genau zwei Jahre her, als der Landkreis in einer, wie es die Beteiligten und die Freunde der Familie Atarov empfunden haben, Nacht- und Nebelaktion die Familie ausgewiesen und von Bomlitz zurück nach Armenien geschickt hat. Noch nicht einmal die Kinder wurden verschont, sie hatten nicht verraten, dass die Eltern damals bei den deutschen Behörden aus Angst einen falschen Namen angegeben hatten. Doch Kinder verraten ihre Eltern nicht. Und so mussten auch die vier Kinder Bomlitz und Deutschland verlassen. Sie mussten zurück in ein Land, dessen Amtssprache Armenisch sie nie gelernt hatten und in dem sie als Minderheit gerade mal gut genug zum Schafe hüten sind.

„Immerhin konnten wir Oro vom Militärdienst freikaufen, wie gut, dass das Land so korrupt ist“, sagt Manfred Straub von der Bomlitzer Unterstützergruppe mit einem bitteren Unterton in der Stimme. 13.000 Euro hat die Gruppe dafür aufgebracht, „sonst wäre Oro als Yezide dort der Prügelknabe gewesen“. Obwohl dramatische Zustände für Familien wie die Atarovs in Armenien herrschen, gibt es für armenische Bürger kaum eine Chance auf Asyl in Deutschland, da die Behörden von wirtschaftlichen Gründen ausgehen. „Offiziell gibt es keine politische Verfolgung in Armenien.“ Zudem drängt das Land in Richtung EU.

Heirat oder Arbeit, das sind die einzigen beiden Möglichkeiten, die der Landkreis Soltau-Fallingbostel zumindest Oro, dem ältesten Atarov-Sohn, für eine Rückkehr aufgezeigt hat. Doch jetzt, wo es soweit sein könnte, kam die Hiobsbotschaft vom zuständigen Sachbearbeiter, der in einem Schreiben an Manfred Straub „keine Chance“ sieht in diesem Fall. (Mehr darüber in der WZ-Printausgabe)
Artikel vom: 25.08.2009


Neues Selbstmordattentat im Irak überschattet Gedenkveranstaltungen der Yeziden in Deutschland

GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER

PRESSEMITTEILUNG    Hannover/Göttingen, den 14. August 2009

 

Jahrestag des verheerenden Attentats von Sinjar mit 336 Toten (14.08.2007) Neues Selbstmordattentat im Irak überschattet Gedenkveranstaltung der yezidischen Gemeinschaft in Deutschland 

Ein Selbstmordattentat in der überwiegend von yezidischen Kurden bewohnten Stadt Sinjar im Nordwesten des Irak überschattet eine für den kommenden Sonntag in Hannover geplante Gedenkveranstaltung der in Niedersachsen lebenden Yeziden. Am Donnerstag (13.8.2009) sprengten sich zwei Terroristen in einem gut besuchten Cafe im Zentrum von Sinjar in die Luft. Mindestens 18 Menschen fanden den Tod, 32 wurden verletzt. Der Anschlag ereignete sich am Vortag des zweiten Jahrestages eines verheerenden Attentats extremistischer Islamisten auf zwei Siedlungen der Yeziden, bei dem am 14. August 2007 insgesamt 336 Menschen getötet und rund 1000 Familien obdachlos wurden. 

Zur Gedenkveranstaltung in der niedersächsischen Landeshauptstadt, die von in Hannover lebenden Yeziden organisiert wird, werden nach Angaben der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) Hunderte von Yeziden aus ganz Niedersachsen erwartet. Bei dem Anschlag am 14. August 2007 waren zwei yezidische Wohnsiedlungen total zerstört worden. Islamistische Extremisten hatten mehrere LKW, darunter auch einen als Wasserwagen getarnten Benzintankwagen, mit Sprengstoff beladen, in die beiden Ortschaften gefahren und zeitgleich zur Explosion gebracht. 

Die Gedenkveranstaltung am Sonntag, den 16.08.2009, beginnt um 12.00 Uhr in Hannover, Schaufelder Str.30 (Bürgerschule). Dort spricht der Vorsitzende der GfbV, Tilman Zülch. 

In der Provinz Niniveh, in der auch die Bergregion Sinjar liegt, gab es in jüngster Zeit mehrere Anschläge auf Kurden (Muslime und Yeziden), Turkmenen, Shabak und christliche Assyro-Chaldäer. Die GfbV warnt davor, dass der islamistische und arabisch-nationalistische Terror in dieser multiethnischen und multireligiösen Provinz einen neuen Bürgerkrieg anzetteln will. Die irakische Zentralregierung in Bagdad instrumentalisiere den Terror, um arabisch-irakische Truppen in die zwischen Kurden und Arabern umstrittenen Gebiete zu verlegen, in denen eine Mehrheit den Anschluss an den Bundesstaat Kurdistan befürwortet.

Diese Truppen seien oft von Terroristen unterwandert, wie die Erfahrung aus Bagdad zeige. Deshalb seien sie ein großes Risiko für Kurdistan.

Viele Offiziere der alten irakischen Armee von Saddam Hussein seien wieder im Dienst. Das friedliche Irakisch-Kurdistan sei ihnen als Anhänger des alten totalitären Regimes, das für den Völkermord an den Kurden mit mindestens 500.000 Toten verantwortlich war, ein Dorn im Auge. 

Die GfbV fordert eine Volksabstimmung über die Zugehörigkeit der Region Sinjar, dem Hauptsiedlungsgebiet der Yeziden. Dort leben 550.000 Angehörige dieser Glaubensgemeinschaft. Die überwiegende Mehrheit der Yeziden in Sinjar befürwortet einen Anschluss an den nordirakischen Bundesstaat Kurdistan. Denn diese Region ist befriedet. Die dortigen Sicherheitskräfte sind in der Lage, die Bevölkerung vor terroristischen Angriffen zu schützen. 

Die Yeziden bilden unter den mehrheitlich muslimischen Kurden eine religiöse Minderheit. Sie sind eine Jahrtausende alte nahöstliche Glaubensgemeinschaft und sprechen die Kurmanci-Variante des Kurdischen.

Ihre Gesamtzahl wird nach Angaben der GfbV auf rund 800.000 Angehörige im Nahen Osten und der europäischen Diaspora geschätzt. Während es im Irak mehr als eine halbe Million Yeziden gibt, sind in Armenien noch rund 18.000 Yeziden ansässig, in Syrien etwa 5000 und in Georgien noch 1.200. Die rund 50.000 Yeziden in Deutschland kamen meist als Religionsflüchtlinge aus der Türkei. Dort wird ihre Zahl heute auf etwas mehr als 400 geschätzt.

 

Tilman Zülch ist unter Tel. 0151 153 09 888 erreichbar.

 

 >>>>>>>>>>>>> Für Menschenrechte. Weltweit. <<<<<<<<<<<<<<< Gesellschaft für bedrohte Völker / Society for Threatened Peoples P.O. Box 20 24 - D-37010 Göttingen/Germany Nahostreferat/ Middle East Desk Dr. Kamal Sido - Tel: +49 (0) 551 49906-18 - Fax: +49 (0) 551 58028

E-Mail: nahost@gfbv.de - www.gfbv.de



Das ist eine Informationsquelle für alle, die sich für die êzîdische Religion, ihrer Kultur und Geschichte interessieren.

Lange Zeit hat man, als Außenstehender, die Êzîden als Exoten und Verehrer des Bösen gehalten. Man glaubte, dass sie ihre Religion deshalb unter Ausschluss der Öffentlichkeit, also im Geheimen ausüben, weil ihre Praktiken in den Augen anderer verachtenswert seien.

Nun, es existieren mehr als genug Quellen, die eine beinahe unbegrenzte Zahl von Informationen anbieten, welche das Gegenteil dieser Thesen behaupten.

Ich möchte an diese neue Sicht der Dinge und der modernen Weiterentwicklung des  Êzîdentums anknüpfen und versuchen den Leser, mit fehlenden aber notwendigen Informationen zu ermutigen, dass er sich ein neues Bild über die Êzîden macht. Die Êzîden und deren Religionsgrundsätze befinden sich in einem Umbruchsprozess, welchen es richtig zu stellen gilt. Nur so können wir unseren Kindern vermitteln, wer Wir sind und was Unsere spezielle Identität und Religionszugehörigkeit von anderen unterscheidet und worin die Vor- bzw. Nachteile unserer alten bestehenden Religion Êzîdentum ausmachen.

 

Also, ich glaube, jeder von euch findet hier etwas zu lesen, was er/ sie sucht.

Ich wünsche euch allen viel Spaß dabei.

 

Übrigens! Ich übernehme für etwaige Rechtschreibfehler keinerlei Gewähr, auch wenn diese von mir stammen. Und ich entschuldige mich dafür auch nicht, weil sie der Beweis dafür sind, dass ich ein Mensch bin und als Mensch ist es mein Recht Fehler zu machen. Oder?

   

© Niviskar:  Ferhun Kurt